Altendorf unterstützt "Tatort"-Verein auf den Philippinen.
Alles begann mit dem Krimi „Manila“ aus der beliebtesten deutschen Krimireihe „Tatort“. In dem 1997 gedrehten Film geht es um organisierten Kindesmissbrauch auf den Philippinen. Die Hauptdarsteller Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär und Dr. Joe Bausch beschlossen bereits während der Dreharbeiten in den Slums Manilas, dass sie einen Verein gründen wollten, der diesen Kindern, Jungen wie Mädchen, helfen und ihnen eine Zukunft geben soll. Dreizehn Jahre später kam ein Vertreter des Hauses Altendorf während einer Wohltätigkeitsveranstaltung zufällig mit Behrendt und Dr. Bausch in Kontakt, man sprach über das Vereins-Projekt, es kam die Tischlerei des Jungenwohnzentrums zur Sprache. Damit war die Brücke geschlagen. Altendorf beschloss, dem Tatort-Verein zu helfen, indem man ganz praktisch eine Säge für die Lehrwerkstatt spendet. Sowohl Dr. Bausch als auch Behrendt waren begeistert von der Idee. Genauso wie die philippinische Jugendschutzorganisation PREDA, die vor Ort die Projekte leitet und umsetzt. Sie schickte eigens Lino Canete, den philippinischen Entwicklungshelfer, der verantwortlich für die Tatort-Projekte ist, um vor Ort bei Altendorf die Durchführung der Spende zu besprechen.
Lino Canete besuchte das Unternehmen Altendorf in Minden und wurde von Geschäftsführer Andreas Ploeger herzlich empfangen. Canete schilderte seine Projektarbeit ausführlich. Die beiden Kinderzentren für Jungen und Mädchen liegen bei Olangapo, einer 230.000 Einwohnerstadt im Bezirk Central Luzon. Hier erhalten die aus Gefängnissen und Bordellen befreiten Kinder und Jugendlichen Unterkunft, Verpflegung, Bildung und Ausbildung. Genauso wichtig aber sei, so betont Canete, die Anteilnahme und die seelische Unterstützung der Kinder. Ein wichtiger Schritt zur selbständigen Lebensweise sei die Ausbildung. Während die Mädchen bevorzugt die Schule besuchen, lernen die Jungen lieber praktische Fähigkeiten in den selbst betriebenen Werkstätten (Kfz und Tischlerei). Die Jungen verdienen mit diesen Arbeiten auch Geld, das sie entweder als Startkapital nutzen oder in ihre Familien mitbringen, sobald sie zurückkehren.
Lino Canete beschrieb die Chancen, die eine gut ausgestattete Tischlerwerkstatt dem Projekt, aber auch den Jungen bietet: Mit einer besseren Ausrüstung könnte durch Auftragsarbeiten Geld eingenommen werden, das allen zugute kommt.
Andreas Ploeger hob hervor, dass das Erlernen von Arbeiten an einer Spezialmaschine eine besondere Qualifikation bedeutet, die weitere Perspektiven eröffnet. Gemeinsam mit Lino Canete definierte Ploeger die Ausstattung der Maschine Typ WA 6.
Zur Spende gehört laut Andreas Ploeger nicht nur die Aufstellung vor Ort, sondern auch eine mehrtägige Einweisung der PREDA-Ausbilder durch einen Altendorf Asia Mitarbeiter.
Lino Canete bedankte sich zum Abschluss bei Ploeger durch das Überreichen eines Bausteins aus Lava-Asche, der symbolisch den Beitrag Altendorfs zum Ausbau des Kinderzentrums darstellen soll.
Die Tatort-Kommissare Dietmar Bär (links) und Klaus J. Behrendt (rechts) bei den Dreharbeiten zum WDR-Krimi Tatort "Manila" 1997 in einem Slum der philippinischen Hauptstadt.
Foto: Dobrivoie Kerpenisan
Lino Canete bedankt sich bei Andreas Ploeger durch das Überreichen eines Bausteins aus Lava-Asche.
Weitere Informationen:
Wilhelm Altendorf Maschinenbau GmbH & Co. KG
Simone Bergmann, Wettinerallee 43/45
32429 Minden, Tel. 0571 9550-134, Fax 0571 9550-133
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